Esther Kaiser hat sich viel mit starken und couragierten Künstlerpersönlichkeiten beschäftigt diesseits als auch jenseits des Atlantiks – und hat sowohl starke Bezüge zu Eisler und Brecht als auch zu Jazzkünstlern wie Abbey Lincoln und Max Roach.

“Ich bin eigentlich ja mit der Musik der 80er Jahre aufgewachsen, aber über die Schallplatten meiner Mutter auch mit den politischen Songs von Bob Dylan und Joan Baez”, erinnert sich die Sängerin. We Shall Overcome z. B. ist einer der ersten Songs, an die ich mich erinnern kann. Ich wollte diesen Song mal ganz anders singen und die Botschaft von der Nostalgie der 68er loslösen, ihn statt dessen ausgehend von unserer aktuellen Situation heute interpretieren“.

Musikalisch möchte Esther Kaiser mit diesem Projekt Welten miteinander verbinden: Ihre langjährige Berliner Band um Tino Derado (p), Marc Muellbauer (b) und Roland Schneider (dr) trifft auf zwei Musiker aus Syrien und dem Irak: Hasan Al Nour an der Kanun und Akram Younus Ramadan Al-Siraj am Cello.

Das Courage- Songmaterial kommt aus sehr unterschiedlichen stilistischen Bezügen – friedensbewegte Songs von Pete Seeger treffen auf Stücke von Chick Corea, Suzanne Vega und den Beatles und verbinden sich im jazzigen Weltmusik- Klangidiom der Esther Kaiser. Dies fügt sich musikalisch teils wie von selbst, als wären die Stücke schon immer so interpretiert worden; teils will Esther Kaiser mit diesem Konzept aber auch bewusst verstören – wenn z. B. beim Bob Dylan Song Masters of War plötzlich die orientalische Kanun erklingt – dann wird der Song und dessen Inhalt ganz automatisch und schmerzhaft nah an die aktuelle politische Situation gerückt.

«Was schwer ist, klingt bei Esther Kaiser spielerisch leicht. Darin besteht ihre Kunst.»

– Nürnberger Nachrichten

Weitere Informationen:

http://www.estherkaiser.de/

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